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Fr, 09.12.2022

Krankenhaushygiene – Sicherheit im Fokus: Dr. Johannes Albers zum Thema Händehygiene

Um das Risiko für Infektionen durch multiresistente Krankheitserreger im Krankenhaus zu minimieren, braucht es ein effektives Hygienemanagement, die hohe Sensibilität aller Beteiligten und nicht zuletzt klare Regeln. Diese Regeln zu schaffen, ist Aufgabe der Krankenhaushygiene-Teams in den vier Freien Kliniken. Sie kümmern sich darum, die Häufigkeit von Infektionen im Krankenhaus durch geeignete Vorsorgemaßnahmen möglichst gering zu halten, und schulen kontinuierlich das Klinikpersonal.

Krankheitserreger werden oft durch direkten oder indirekten Körperkontakt, aber auch beim Einsatz medizinischer Geräte oder Pflegeutensilien übertragen und können so in Wunden oder Schleimhäute gelangen. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Zusammenhang auf multiresistenten Erregern wie zum Beispiel MRSA, die nur sehr schwer mit Antibiotika behandelt werden können.

Um Infektionen dieser und anderer Art zu vermeiden, haben die Hygieneteams der freigemeinnützigen Kliniken ihre Aktivitäten in den letzten Jahren ständig angepasst. Das Hygienefachpersonal wurde zahlenmäßig verstärkt und die Qualifikation aller Beschäftigten zum Thema Hygiene verbessert. Den gesetzlichen Rahmen liefern das novellierte Infektionsschutzgesetz, die daraus abgeleitete Bremer Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen sowie die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO, am Robert Koch-Institut). Alle zwei Jahre überprüft das Gesundheitsamt die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die Krankenhäuser sind zudem Teil des MRE-Netzwerks Bremen, das gemeinsame Standards zur Vermeidung von Infektionen mit multiresistenten Erregern entwickelt und optimiert.

Das Tätigkeitsfeld in der Krankenhaushygiene ist enorm vielschichtig. Dr. Johannes Albers, Leiter der Krankenhaushygiene in der Roland-Klinik gibt einen Einblick in seinen Arbeitsalltag am Beispiel ›Händehygiene‹:

»Hygiene benötigt eine klare Struktur. Als Krankenhaushygieniker arbeite ich in unserer Abteilung eng mit unserer Hygienefachkraft, Torsten Germeier, zusammen. Zudem haben wir in jeder Ebene Hygienebeauftragte – sowohl ärztlich als auch pflegerisch. Neben regelmäßigen Fortbildungen treffen wir uns einmal im Monat, um uns über aktuelle hygienische Fragen im ganzen Haus auszutauschen. Wesentlich in puncto Krankenhaushygiene ist die Händedesinfektion. Aus diesem Grund beteiligen wir uns, wie andere Bremer Kliniken auch, an der ›Aktion Saubere Hände‹. Dafür dokumentieren wir die Verbräuche von Händedesinfektionsmitteln auf den Stationen und vergleichen sie mit anderen Kliniken beziehungsweise den deutschen Durchschnittswerten. Die Teilnahme an der Aktion wird der Roland-Klinik jedes Jahr mit einem Zertifikat bestätigt.«

Text aus dem Magazin ›Gesundheit:Bremen‹ der Freien Klinken Bremen.


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