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Mo, 16.02.2015

Roland-Klinik erhält Zertifizierung zur Versorgung schwerster Handverletzungen

Das Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie wurde als erste handchirurgische Fachabteilung in Norddeutschland von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zum „Schwerstverletzungsartenverfahren Hand“ zugelassen und ist damit berechtigt, Arbeitsunfälle jeglichen Schweregerades an der Hand zu behandeln.

Bundesweit erleiden nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) jährlich etwa 840.000 Versicherte einen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Am häufigsten sind die Hände betroffen. Allerdings ist nicht jedes Krankenhaus dazu berechtigt, Arbeitsunfälle an der Hand zu behandeln. Um diese Patienten zukünftig versorgen zu dürfen, vergibt die DGUV, deren Mitglied unter anderem die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind, seit 2014 besondere Zulassungen zum sogenannten „Schwerstverletzungsartenverfahren Hand“ (SAV Hand). Das Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der Roland-Klinik ist ab sofort für das SAV Hand anerkannt – als erste handchirurgischen Fachabteilung in Norddeutschland. Ziel des SAV Hand ist die Steigerung der Behandlungsqualität bei Unfallverletzungen an der Hand in dafür besonders qualifizierten Kliniken.

Um nach dem SAV Hand Verletzungen jeglichen Schweregrades an der Hand behandeln zu dürfen, müssen bestimmte Anforderungen durch das Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie erfüllt werden: Dazu zählen unter anderem speziell ausgebildete Mediziner sowie nicht-ärztliches Personal, besondere Hygieneanforderungen, ein auf die Handchirurgie abgestimmtes Reha-Management und ein 24 Stunden-Not- und Bereitschaftsdienst. So muss eine am SAV Hand beteiligte Klinik an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einen handchirurgischen Bereitschaftsdienst anbieten. Zudem ist Voraussetzung, mindestens drei vollausgebildete Handchirurgen und einen Facharzt in der handchirurgischen Weiterbildung in dem Zentrum zu beschäftigen. Diese Anforderungen erfüllt die Roland-Klinik in vollem Umfang und sogar darüber hinaus: Im Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie arbeiten insgesamt sechs ausgewiesene Handchirurgen und ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Zusatzweiterbildung „Handchirurgie“. Auch alle nicht-ärztlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, zum Beispiel aus Pflege und Physiotherapie, weisen eine spezifische unfallchirurgische und handchirurgische Fortbildung auf.

Neben der Zulassung zum SAV Hand ist das Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der Roland-Klinik bereits seit 2009 als eines von europaweit nur wenigen „Hand-Trauma-Centren“ ausgezeichnet.

Foto: frei zum Abdruck in Zusammenhang mit dieser Pressemeldung


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