Wenn die Gelenke nicht mehr mitspielen

Die Knie schmerzen bei jeder Treppenstufe, die Hüfte macht sich bereits im Ruhezustand schmerzhaft bemerkbar und die Füße tragen nicht mehr so weit? Oft steckt hinter Gelenkschmerzen eine Arthrose (Gelenkverschleiß). Im Laufe des Lebens nutzen unsere stark beanspruchten Gelenke ab. Wenn Knochen auf Knochen reibt, macht sich das bei Betroffenen schmerzhaft bemerkbar. Zu Beginn jeder Behandlung steht immer die konservative Therapie mit Physiotherapie, eventueller Schmerzmedikation und gegebenenfalls auch Injektionen. Vor allem im frühen Stadium einer Arthrose können in vielen Fällen gelenkerhaltende Eingriffe (z.B. Umstellungen oder Hüftarthroskopien) eine gelenkersetzende Operation und damit die Endoprothese (künstlicher Gelenkersatz) überflüssig machen oder hinauszögern. Ist der Verschleiß jedoch bereits zu weit fortgeschritten, verhilft eine Endoprothese wieder zu schmerzfreier Bewegung. Wir sehen es stets als unsere Pflicht an, genau zu prüfen, welche Alternativen zur Endoprothese es für unsere Patienten gibt und welche Art der gegebenenfalls notwendigen endoprothetischen Versorgung für unsere Patienten ideal ist.


Wenn Gelenke ersetzt werden müssen

Bei extremem Verschleiß im Knie und in der Hüfte wählen wir gemeinsam mit Ihnen die für Sie passende Therapie. Je nach Art der Erkrankung, Schwere der vorliegenden Hüft- oder Kniegelenksarthrose, der Knochenstruktur und dem Alter des Patienten gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Rund 1.000 Patienten versorgen wir in der Roland-Klinik jedes Jahr mit künstlichem Gelenkersatz.

Wir wählen für jeden Patienten die individuell passende Endoprothese (Kunstgelenk) aus einer Vielzahl von Möglichkeiten aus (z.B. Teil- oder Totalendoprothesen, zementierter und zementfreier Gelenkersatz etc.). Jede Endoprothese, die wir implantieren, passen wir vorab planerisch per Computertechnik exakt an Ihre Bedürfnisse an. Das gewährleistet ein hohes Maß an Passgenauigkeit – unverzichtbar für einen optimalen Sitz und eine lange Standzeit des künstlichen Gelenks.

Zementfreie Titanimplantate mit Keramik-Gleitpaarung haben sich erfahrungsgemäß als besonders zuverlässig mit langen Standzeiten erwiesen. Wenn möglich – und das muss von Patient zu Patient genau untersucht werden – greifen wir auf diese Form des Gelenkersatzes zurück. Gerade für jüngere Patienten empfehlen wir oft Endoprothesen, die möglichst wenig Knochenmaterial zur Verankerung beanspruchen, damit ein eventueller Wechsel des Gelenkersatzes später schonend durchgeführt werden kann.

Wir arbeiten ausschließlich mit langfristig einwandfrei getesteten Endoprothesen, mit denen wir zudem gute Erfahrungen gemacht haben. Dabei werden technische Innovationen, wie z.B. neue Materialien und OP-Verfahren, laufend berücksichtigt. Oberste Priorität haben dabei jederzeit die Patientensicherheit und Ergebnisqualität, die wir bei jeder Innovation hinterfragen.


Auswechslung gelockerter Kunstgelenke

Leider halten Endoprothesen nicht ewig: Die Lebensdauer hängt von der Art des künstlichen Gelenks und dem Grad der Belastung ab. Kommt es zur Lockerung der Endoprothese, wird eine Wechseloperation nötig.

Über langjährige Erfahrungen verfügen wir bei mehrfach wiederholten Gelenkersatzoperationen (Revisionsendoprothetik).


Transparente Qualität für Sie

Jedes Jahr vertrauen rund 1.000 Patienten auf unsere Erfahrung und entscheiden sich für Gelenkersatz in der Roland-Klinik. Als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) werden unsere Kompetenz und die hohe Behandlungsqualität auf diesem Fachgebiet von unabhängigen Experten regelmäßig überprüft.

Im Bremer Krankenhausspiegel legt die Roland-Klinik die Behandlungsergebnisse in Bezug auf Hüft- und Kniegelenkersatz offen. Hier legen alle Kliniken des Landes Bremen ihre medizinische Qualität zu besonders häufigen Behandlungen offen – mit leicht verständlichen Texten und übersichtlichen Schaubildern.

Wir beteiligen uns am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Das Register trägt dazu bei, die bereits gute Versorgung von Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter zu verbessern. Das EPRD verknüpft Routinedaten systematisch mit neuen Informationen über den Einbau künstlicher Gelenke und wertet die Daten u.a. mit Blick auf Qualität der Implantate aus. Die Datenübermittlung ans EPRD ist freiwillig. Die Roland-Klinik beteiligt sich an der Datenerfassung und hat zudem Zugriff zum Datenpool. Auf diese Weise erhalten wir wertvolle Informationen über die Endoprothesenmodelle und ihre Standzeiten.